Was vom Tage übrig blieb

Hier passiert

nichts mehr habe ich soeben beschlossen. Mit diesem ganzen myBlog-Kram kann ich mich nicht so recht anfreunden und mich auf Deubel komm raus hier in die reduzierten Layoutmöglichkeiten reinzupfriemeln, dazu habe ich momentan keine Lust. Unter "jottaushamburg" kann man mich ab sofort dort erreichen, wo auch all die andern sind. Dieser Blog wird jetzt still vor sich hin ruhen. Ab und zu werde ich ihn mal besuchen. Mit der Zeit wird er von virtuellem Unkraut überwuchert werden. Grassamen werden sich in seinen Ritzen ablagern, vielleicht sogar, ich hoffe es ja sehr, der eine oder andere Baumsamen. Und nach und nach, so ganz allmählich erobert die Natur diesen von seinem einstigen Nutzer mal mehr, mal weniger liebevoll errichteten Blog zurück, zerstört ihn, auf dass auf seinem Boden Neues entstehen kann, dass dann, wenn die Zeit gekommen ist, seinerseits der langsamen Vernichtung anheim fällt.

Ci vediamo,

Jürgen

Der big bang

lässt noch auf sich warten. Immer noch
alles unverändert hier. Aber gut, Sie hatten ja auch vom 13./14.
Dezember geschrieben. Hatten Sie denn auch eine Jahresangabe gemacht?
Da muss ich gleich einmal nachschauen.






Ein Relaunch ist

ja immer spannend, besonders dann, wenn
er von Personen durchgeführt wird, die sich in der jüngsten
Vergangenheit als nicht besonders Vertrauen erweckend erwiesen haben.
Zwei Tage sollen jetzt hier die Schotten dicht gemacht werden für die
nötigen Umbauarbeiten. Na, ich bin dann ja mal gespannt, wie es danach
hier ausschaut. Mache ich mir Sorgen, dass etwas verloren geht? Nein,
nicht wirklich. Die wichtigsten Erinnerungen habe ich eh in meinen
grauen Zellen gespeichert und alles was hier steht sind Notizen in Form
von bits and bytes und wenn die ins Datennirvana entschwinden, dann
soll es halt so sein. Und Bloganbieter gibt es ja mittlerweile zu
Genüge, wo man sich ein neues Zuhause einrichten kann und all die
anderen, bei denen ich bislang mitgelesen habe, dürften sich auch
wieder finden lassen. Also lassen wir uns überraschen, mit Leichtigkeit
und Gelassenheit, was die wunderbare myBlog-Zeit uns bescheren wird.






Viel zu früh gestorben

ist meiner Ansicht nach Logan Gonzago Mountstuart, dessen Tagebücher jetzt der Schriftsteller William Boyd









unter dem Titel  "Eines Menschen Herz" herausgebracht hat.




"... ich öffne eine kühle Flasche Wein und stoße an auf  Logan
Mountstuart. Auf jedes Jahrzehnt. Auf die Höhen und Tiefen. Meine
private Achterbahn. Nein, eine Achterbahn, das wäre zu glatt - eher ein
Yo-Yo, ein hüpfendes, trudelndes Spielzeug in der Hand eines
ungeschickten Kindes, eines Kindes etwa, das zu eifrig, zu ungeduldig
versucht, es zu lenken, dieses neue Yo-Yo."




So enden die Aufzeichnungen Logan Mountstuarts und wie mir das Buch gefallen hat, das könnt ihr 
hier erfahren.











Selten, ganz selten

gibt es diesen Moment, wo es mich innerlich zerreißt bei der Lektüre
der Zeit. Wo mir der Ausschnitt der Welt, der mir da auf 100 Seiten
präsentiert wird, kaum erträglich ist, mit all seiner
Gegensätzlichkeit, mit all seiner Mischung aus nickeligen Machtspielen
der politischen Klassen und den wichtigen Dingen. So eine Leseerfahrung
hatte ich gestern, als ich den Bericht
des Afrika-Korrespondenten
Bartholomäus Grill über den Freitod seines Bruders las. Seit langem
habe ich nicht mehr einen solch einfühlsamen Artikel gelesen, der den
Konflikt zwischen einer rechtlichen Norm und der Willensentscheidung
des Einzelnen so anschaulich und nachvollziehbar beschreibt.






Oldie-Time

war heute morgen um 4:00 Uhr, als mein
Wohnungsnachbar von seiner Wochenendzechtour zurückkehrte, angesagt und
so durfte ich mich eine knappe dreiviertel Stunde an Harry Belafonte
erfreuen. Und wieder mal war ich zu faul aufzustehn und zum Telefon zu
greifen und ihn zu bitten, er möge die Musik bitte leiser stellen.
Stattdessen habe ich das Radio angeschaltet und im Deutschlandfunk, mit
geschlossenen Augen vor mich hindämmernd, der Sendung Oldies und
Evergreens gelauscht. Fremden Lärm mit eigenem Lärm bekämpfen. Na ja,
viel hat es nicht genutzt. Jetzt noch ein wenig die Zeit vertreiben,
bevor es dann ins Hotel geht.






Flüchten oder bleiben?

Diese Frage stellen sich ja momentan
eine ganze Reihe von Bloggern hier und ein Teil, keine Ahnung, wie groß
er ist, hat seine Entscheidung bereits getroffen. Und angesichts der
nebulösen Informationspolitik der Betreiber von 20six dürften es wohl
noch mehr werden. Ob ich nun auch hier Auf Wiedersehn sagen werde und
mich bei  einem anderen Bloganbieter niederlassen werde, weiss ich
derzeit noch nicht. Teams habe ich hier keine, mein puristisches
Blog-Design dürfte aller Voraussicht nach auch auf dem heftig
abgelehnten myBlog zu bewerkstelligen sein. Insofern also für mich kein
Grund, die Pferde scheu zu machen. Ich denke, ich werde in aller
Gelassenheit die Entwicklung hier bis zum Jahresende abwarten und dann
schauen, ob ich dann woanders einen weiteren Blog aufmache und diesen
hier dann nur noch dafür nutze, um bei denjenigen, die hier geblieben
sind, kommentieren zu können.



Gleichwohl wäre es für alle schon schön zu wissen, welche Features denn
nun konkret wegfallen. Und auch die Begründung für die
Softwareumstellung erscheint mir noch nicht ausreichend. Denn wenn ich
die Diskussion im Support-Blog richtig verstanden habe, wünschen wir
uns alle hier nicht mehr und nicht weniger einen ausreichenden Schutz
vor Hackern, wobei es jedem klar ist, dass es eine 100 %-ige Sicherheit
nicht geben kann und eine nachhaltige Verbesserung im Support. Und das
sollte doch auch im Rahmen von 20six hinzukriegen sein. Oder ist das zu
naiv gedacht?






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